Kerzerslauf
Dienstag, den 23. März 2010 um 20:49 Uhr

Mit dem Kerzerslauf von letztem Samstag wurde in die Strassenlauf-Saison gestartet. Zudem zählte dieser als erster Lauf des Post-Cups. Nach der etwas enttäuschenden Leistung an der Cross-SM vor zwei Wochen, war ich im Vorfeld etwas unsicher, wie gut meine Form wirklich war. Zudem ist es immer schwierig zu sagen, wer am Start sein wird und wie schnell gelaufen wird. Somit hatte ich mir nur zum Ziel gesetzt, schneller zu sein als bei meiner bis dahin einzigen Teilnahme im Jahr 2004. Damals konnte ich die nicht ganz flachen 15km in 49:47 zurück legen.

Am Start kam ich gut weg und konnte mich gerade hinter der ersten Gruppe mit Schweizern einreihen. Doch musste ich schnell merken, dass diese etwas zu schnell für mich waren. So versuchte ich, dahinter selber einen guten Rhythmus zu laufen. Wegen des zügigen Westwinds und somit Rückenwind auf der ersten Streckenhälfte, hatte man keinen grossen Nachteil, wenn man alleine lief. Mir war aber bewusst, dass ich für den „Rückweg“, wenn immer möglich, eine kleine Gruppe finden sollte. Mit der Zeit stellte sich heraus, dass ich nicht der einzige war dem das Tempo in der Schweizer-Spitzengruppe zu hoch war und es fiel immer wieder jemand zurück, den ich dann ein- und überholen konnte.

In der Golatensteigung, nach ca. 10km, konnte ich dann zu zwei Läufern aufschliessen, mit denen ich mich dann auf den windigen Rückweg machte. Durch unser hohes Tempo auf diesen letzten fünf Kilometern, musste dann der eine abreissen lassen und wir waren nur noch zu zweit. In den Abschnitten mit Gegenwind konnte wir uns in der Führungsarbeit gut abwechseln. Auf der leicht fallenden Strasse zurück nach Kerzers drückte er dann kräftig aufs Tempo, so dass ich mich in dieser Phase nicht mehr an der Führung beteiligen konnte. Ich hoffte, dass ich mit einem langgezogenen Endspurt die beste Chance habe und griff bei der 500m-Tafel an. Doch schon bei der 300m-Tafel merkte ich, dass ich dieses Tempo nicht durchziehen kann und so überholte er mich da wieder. Ich konnte jedoch dran bleiben und 50m vor dem Zielstrich sagte ich mir, ich kann doch nicht einfach kampflos aufgeben. So setzte ich nochmals zu einem Spurt an und überholte ihn nur ein paar Meter vor dem Ziel nochmals, so dass er keine Zeit mehr hatte für eine Reaktion.

Mit einer Zeit von 49:03 und dem 11. Gesamtrang bin ich sehr zufrieden. Als 5. Schweizer und nur gerade 26 Sekunden hinter Viktor Röthlin, der in Kerzers sein Comeback gab, kam ich dann sogar noch auf das erweiterte Podest des Post-Cups.

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